13.August.2019

Liebe Besucher meiner Homepage,
Ein wundervoller- wenn auch etwas feuchter Mundartabend am Sonntagabend in der Burg Hayn in Dreieichenhain.
Hier die Kritik vom heutigen Dienstag.

Hessisch is gar net so schwer“
Isch glaab, Dir brennt de Kittel“ bei den Dreieichenhainer
Burgfestspielen von Ingeborg Fischer und Karl-Heinz Stier
13.08.2019
Es war ein Fest für alle Freunde der Hessischen Mundart, was Ulrike Neradt und Walter Renneisen gemeinsam mit dem Pianisten Frank Golischewski dem Publikum in der Burg Hayn boten.
Golischewski begleitete nicht nur feinfühlend und zurückhaltend, er musste sogar öfter mal mitspielen, beispielsweise als Kuckucksuhr oder als knurrender Hund an der Leine.
„Hessisch is gar net so schwer, wenn Se´s aach net verstehe! Sie wisse awwer, was mer maane!“ gaben Neradt und Renneisen den Nicht-Hessen im Publikum mit auf den Weg. Unnachahmlich, authentisch, herzerfrischend zündeten die Beiden ein Feuerwerk an Sprüchen, Kalauern, Gedichten, Zwiegesprächen und Gesangsstücken in der Sprache, die im Allgemeinen als Hessisch gilt, auf der Bühne der Burgfestspiele. Das Publikum war hingerissen!
Die charmante Ulrike Neradt, einst erste Deutsche Weinkönigin, in Martinsthal geboren, Chansonette, Kabarettistin und Fernseh-Moderatorin und der Grimme-Preisträger und Schauspieler Walter Renneisen, hessisches Urgestein, haben sich offensichtlich gesucht und gefunden. Da sitzt jedes Wort, der Wortwechsel trifft den Punkt, alles stimmt und nichts klingt falsch. Besonders der leichte Rheingauer Dialekt von Ulrike Neradt ist bezaubernd, wenn sie z.B. sagt „Ängst statt Angst“.
Dass die Hessen eine ganz eigene Sprache pflegen, weiß man. „Ei, wo machsten hie? Ei, isch mach ins Bett!“ hat schon so manchen Auswärtigen erstaunt. Und der trockene Hessische Humor trifft‘s genau mit „Isch versteh net, wie mer so viel saufe kann!“ Antwort des Mannes: „Wenn de nix devoo verstehst, dann red aach net driwwer!“ Während leider ein leichter Regen hernieder rieselte, erklomm ein Eichhörnchen die Mauer des Burgturmes hinter dem Zelt und verschwand in einer Schießscharte. Ob es auch zugehört hat?
Die Themen waren durchaus sehr aktuell, sogar der Wetterbericht im TV, englische Vokabeln und die Mülltrennung wurden karikiert. Und die typischen hessischen Zischlaute wie isch, Disch und misch erklärte Renneisen so: „Isch liebe Disch“ klingt so zart, wie wenn die Luft aus einem Fahrradschlauch entweicht!“.

Es war ein erheiternder, kurzweiliger Abend, an dem viel gelacht werden konnte. Das Trio wurde mit lang anhaltendem Schlussapplaus belohnt. Ulrike Neradt und Walter Rennwiesen – wir wollen Euch gerne wiedersehen!


17 und 18. August Premiere unseres neuen „Schönhier-Festivals im Rheingau“
Weitere Infos unter diesen links:
www.schoenhierfestival.de

Instagramm: https://www.instagram.com/schoen_hier_festival/

Facebook: https://www.facebook.com/SchoenHierFestival/

7. September 19.30 Uhr : Theater im Pariser Hof in Wiesbaden
„Ssählawie – So ist das Leben“ Eine musikalisch-literarische Kurt-Tucholsky Revue zum Vergnügen mit Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und am Klavier Jürgen Streck.
Ort: Spiegelgasse 9 Wiesbaden
Kartentelefon: 0611 – 4476466 Montags und Mittwochs von 15-18 Uhr

22. September 18.00 Uhr: Salontheater in Taunusstein-Bleidenstadt
„Die tollen zwanziger Jahre“ Chansonrevue mit Ulrike Neradt und am Flügel Jürgen Streck
Ort: Röderweg 14 Taunusstein-Bleidenstadt Karten www.salon-theater.de oder info@salontheater.de

8. Oktober 17.30 Uhr: Buchhandlung Hugendubel Wiesbaden, Kirchgasse
„Wär`n mer nur dehaam geblibbe“ Mundartlesung mit Ulrike Neradt aus ihrem neusten gleichnamigen Buch
Eintritt frei.
12.Oktober 19.30 Uhr: Englische Kirche Wiesbaden hinter der Wilhelmstraße (Frankfurter Straße) Könnte auch 20 Uhr sein!
„Kurzweil mit Kurt Weill“ Eine Kurt-Weill-Revue mit der Sopranistin Claudia Grundmann, Chansonnette Ulrike Neradt und am Flügel Erika Le Roux

25. und 26. Oktober 20 Uhr : Unterhaus in Mainz
„Ssählawie – So ist das Leben“ Eine musikalisch-literarische Kurt-Tucholsky Revue zum Vergnügen mit Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und am Klavier Jürgen Streck.
Kartentelefon: 06131 232121 14-18 Uhr

9. November 19.30 Uhr Kurhaus Bad Schwalbach 1. Rheingau-Taunus-Galakonzert
„Zwischen Wald und Reben“ Künstler aus dem Rheingau und dem Taunusskreis stellen sich vor.
Mit dabei: Biber Hermann, Duo Concertante, Dunja Koppenhöfer, Berndhans Gietz, Ulrike Neradt, Traute Mittlmeier, Sängerinnen der L`Opera Piccola


Den nächsten Newsletter erhalten Sie Anfang Oktober
Ich wünsche Ihnen nun noch schöne Sommertage und grüße Sie ganz herzlich aus dem Rheingau

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Häuschen in der Martinsthaler Wildsau!
Das elterliche WEingut Diefenhardt besitzt ein Weinbergshaus am Waldrand von Martinsthal.
Seit letztem Wochenende kann man dort jeweils von Freitag bis Sonntag bei Diefenhardt - Wein
und kleinen Leckereien die herrliche Aussicht über den Rheingau geniessen. Gutes Schuhwerk,
um dort hin zu kommen, ist schon erforderlich. Mit dem Auto schlecht erreichbar. FAhren Sie bei
Interesse von Wiesbaden kommend, direkt hinter dem Ortsschild rechts ab, dann gleich wieder rechts.
Dort ist ein Schotterparkplatz, wo man parken kann. GEhen Sie dann den asphaltierten Weg nach,
bis zum Kreuz, dann links immer der Beschreibung nach. Das HÄuschen haben Sie bei Ihrer Wanderung
dabei immer im Blick. Freitag ab 17 UHr. Sa und So ab 12 Uhr.





---------------------17.10. in Rauenthal und am 16.11. in Pohl im Limeskastel---------------------------------------

"Wär`n mer nur dehaam geblibbe"!
Reiseerzählungen in Mundart von und mit Ulrike Neradt
Mit Liedern und Chansons aus der ganzen Welt
In Ulrike Neradt`s neuem Mundartprogramm stellt sie ihre schönsten
Reiseerlebnisse der letzten 40 Jahre vor.
Mit von der Partie ist der bekannte Wiesbadener Tenor Michael Senzig und Jürgen Streck
der mit Liedern aus der ganzen Welt den Abend abrunden wird.
Lieder wie: „New York, New York“, „Granada“ oder auch „Die Bar zum Krokodil“ oder „In Japan ist alles so klein“ machen den Abend mit dem Sänger Michael Senzig zu einer musikalisch-heiteren Lesung.



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Im Blog steht meine Mundart Kolumne vom Wiesbadener Kurier
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Weitere Termine finden Sie auch auf meinem Flyer, der als pdf ganz unten zu finden ist.

Vielleicht gefällt Ihnen ja das eine oder andere Programm. Würde mich freuen...!
Unter der Seite Blog können Sie alle 4 Wochen meine Kolumne nachlesen, die ich im Wiesbadener Kurier
in Rheingauer Mundart schreibe.
Hier die Kritik von der Premiere

Weilburger Tagblatt vom 12.6.2019
Boshaft, aber immer ehrlich
Von Andreas E. Müller

WEILBURG - Alle Jahre wieder, und doch immer wieder besonders: Mit ihrem Programm "Ssälawih oder: So ist das Leben!" haben Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und am Flügel Jürgen Streck in einer Sonntags-Matinee in der Oberen Orangerie ihr Publikum einmal mehr sehr kurzweilig unterhalten, dieses Mal mit Gedichten, Liedern und Chansons von Kurt Tucholsky.
Das bestens aufeinander eingestellte Trio trug Texte des 1935 verstorbenen Journalisten und Schriftstellers vor, der auch unter den Pseudonymen Peter Panter und Theobald Tiger schrieb und sich selbst als linken Demokraten sah. Und seine Gedanken blitzten regelrecht von der Bühne herab. Scharfzüngig, kraftvoll, provokant: "Und siehste dir die Gesellschaft an, und, was meinste? Weinste." Oder auch: "Und siehste dir die Gesellschaft an, und, was machste? Lachste". Überlegungen zum Thema Familie steckten in dem Lied "Fang nie was mit Verwandtschaft an, sieh lieber dir `ne fremde Landschaft an".
Im "Mensch als Aufsatz" meint Tucholsky: "Der Mensch hat zwei Teile, der männliche, der nicht denken will, und der weibliche, der nicht denken kann". Eine Passage, die Neradt gerne weggelassen hätte, wie sie erklärte. Aber dann sei es eben nicht mehr Tucholsky. Dessen Aufsatz endet übrigens mit der Erkenntnis, dass es außer Menschen auch noch Sachsen und Amerikaner gibt. Und manchmal gebe der Mensch tatsächlich Ruhe, aber dann sei er tot.
Zu hören war auch von Karrieren, die durch den Hintern gehen. "Sie kriechen bei den Vorgesetzten `rin und meinen, sie könnten dort überwintern". Und wenn sie dann von oben herabblickten, hätten sie vergessen, "wie `se ruffgekommen" sind. Die Kunst erlaube derlei Zuspitzungen, davon war Tucholsky, der stets gegen Kriegshetzerei gewirkt und für die deutsch-französische Freundschaft gekämpft habe, überzeugt. Denn die Frage, was Satire dürfe, hat er auch folgendermaßen beantwortet: "Der Witz einer Satire darf boshaft, muss aber ehrlich sein".
Brantzen, passend in Smoking und Zylinder gekleidet, zitiert die Erkenntnis, dass es ein Smoking alleine nicht mache, aber auch kein Dekolleté. Und Neradt singt davon, wie es ist, in einer Bar zu arbeiten und das Herz mit Cocktails, die Haare mit Wasserstoff zu färben.
Jürgen Streck ist wieder ein sehr feinfühliger Begleiter an den Tasten und gibt der Musik von Hanns Eisler, Friedrich Hollaender oder auch Kurt Tucholsky selbst die entsprechende Ausdruckskraft. Durch die Luft schwingen Worte, Noten und Wortspiele, manche schonungslos: "Männer, die Wert auf Weiber legen, tun dies meistens nur der Leiber wegen."
Dem Lied über Kautabak folgt die "soziologische Philosophie der Löcher", die für viel Schmunzeln im Raum sorgt; so auch der finale Gedanke, dass manches durch ein Loch entwertet werde, beispielsweise ein Fahrschein, eine Jungfrau oder ein Luftballon. Im "Deutschen Mann" vergleicht eine Frau ihren Mann mit einem attraktiven Fremden, kommt aber doch zur Erkenntnis: "Wenn man die Männer näher kennt, legt sich das mit dem Happyend".
Ein Resümee zur Ehe
und zu Andrea Nahles
Das Konzert endet mit dem Resümee, dass die Ehe "zum größten Teile verbrühte Milch und Langeweile" sei. "Und dann wird vorm Happyend im Film gewöhnlich abgeblendt".
Nach einem begeisterten Applaus widmet Neradt die Zugabe der zurückgetretenen Andrea Nahles: "Wie bescheidene Radieschen, außen rot und innen weiß".





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Mein neues Buch: Wär`n mer nur dehaam geblibbe, sowie "Eh ich mich uffreech, is mirs lieber egal"
Ist in Rheingauer und Wiesbadener Buchhandlungen zu kaufen.
Verkaufstpreis 10 €. Gern können Sie das Buch
auch direkt bei mir erwerben. Zgl. 2 € Porto
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Wenn Sie Fragen haben, mailen Sie mir unter: rheingaukabarett@hotmail.de

Bis bald

Herzliche Grüsse

Ihre

Ulrike Neradt



www.ulrike-neradt.de

Termine 2019 Flyer Seite 1 (PDF)
Termine 2019 Flyer Seite 2 (PDF)