9.10.2020
Guten Morgen,liebe Besucher meiner Homepage

Unser Tucholsky Programm: Ssählawih- So ist das Leben
mit Klaus Brantzen, Jürgen STreck und mir
findet am 30.Oktober in Pohl statt. Darüber freue ich mich sehr.
Karten und Info unter Termine
Wir sind damit auch noch einmal
am 4. Dezember im Theater im Pariser Hof in Wiesbaden. (Termine)
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7.11.2020 19.30Uhr Einlass 18.30
"Rheingau-Taunus-Galakonzert "Zwischen Wald und Reben"

Mit Künstlern aus dem Rheingau und dem Untertaunus. u.a. mit Jenny Braun, Michael Senzig,
Gabor Racz Pogello, Frank Zimmermann, Elena Lyamkina (L´Opera Piccola) und am Flügel Rhodri Britton.
Moderation u nd Gesang: Ulrike Neradt und Claudia Grundmann.
Wo: Kurhaus BAd Schwalbach Tickets: 28€ Tel. 06124 7269999 oder 0180 6050400 (24h -Ticket-Hotline)
Da wir nur eine stark begrenzte Zuschauerzahl zulassen dürfen, melden Sie sich gleich an, um sich
für das aussergewöhnliche Konzert noch eine Karte zu ergattern.


Mein neues Buch ist da....!! Ich bin ganz glücklich.
Es heißt "Rückblick - Der Wein und die Königin".
Es sind Erinnerungen an meine Weinköniginzeit aus dem JAhr 1972.
Vor genau 50 Jahren wurde ich zunächst MArtinsthaler Weinkönigin, dann
Gebietsweinkönigin vom Rheingau 1971 und am 19.8. 1972 zur Deutschen Weinkönigin
in Stuttgart gekrönt. Ein aufregendes Jahr. Da ich immer Tagebuch geführt habe,
konnte ich viele Einzelheiten noch in dem Buch mit einfliessen lassen.
Würde mich freuen, wenn es Sie/ Euch/ Dich interessiert, was damals 1972 so
alles anders war als heute....!
Im Rheingau in den Buchhandlungen und in Wiesbaden bei Hugendubel
ist es schon zu bekommen. Oder direkt bei mir unter Kontakte.
Es kostet 10 €, beim Versand kämen noch 2 € Porto dazu.

Kritik heute in Frankfurt online.


Majestät im Dirndl und Krönchen auf den Locken
Ulrike Neradts Rückblick: „Der Wein und die Königin“
von Ingeborg Fischer und Karl-Heinz Stier
(25.09.2020) „Doch die Erinnerung ist das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertrieben werden können.“
Mit diesen berühmten Worten von Jean Paul beendet Ulrike Neradt den Rückblick
auf ihre Zeit als Deutsche Weinkönigin 1972/73, zusammengefasst
in einem lesenswerten Büchlein, in dem sie unterhaltsam, informativ
und auch augenzwinkernd von der Zeit plaudert, als die Martinsthaler Chansonette, Moderatorin
und Autorin noch das Fräulein Seyffardt war.

Natürlich träumt jedes kleine Mädchen im Rheingau davon,
einmal Prinzessin oder sogar Königin zu sein und mit erhobenem Kelch
jubelnden Menschen zuzuwinken. Die siebzehnjährige Ulrike allerdings
strebte keineswegs die Krone an. In diesem Alter hat man andere Interessen,
schreibt sie in ihrem Buch. Fast unfreiwillig wurde sie zur Ortsweinkönigin gekürt.
Die hübsche Winzertochter stieg dann zur Gebietsweinkönigin auf, und wenn schon,
denn schon, meinte sie, dann will ich auch Deutsche Weinkönigin werden.
Wie aufregend die Wahl in Neustadt dann war, die sie mit viel Wissen,
Schlagfertigkeit und einem liebenswerten Mundartspruch von Hedwig Witte
überraschend gewann, und wie es einer Kandidatin vor einem von Männern
dominierten Jurorenrat so erging, erzählt sie schelmisch und im Rückblick auch kritisch.
Wenn jeder uff de Welt entdeckt
Wie gut der Wei vom Rheingau schmeckt,
dann wärn bald alle Fässer leer,
mir hätte nix zu trinke mehr…. Der begeisterte Empfang nach ihrer
Wahl im Heimatort Martinsthal, die liebevolle Unterstützung der
Eltern, aber auch die Reaktionen von Neidern, all das erzählt Ulrike
in ihren Erinnerungen. Dass sie sogar einmal als „Martinsthaler Wildsau“ angekündigt wurde,
ist eine sehr launige Geschichte. Mehr sei aber nicht verraten.
Die ereignisreiche Zeit als Deutsche Weinkönigin hat sie damals akribisch
in ihrem Tagebuch festgehalten und konnte daraus für ihren charmanten Rückblick schöpfen.
Sie lernte bedeutende Persönlichkeiten kennen, unter anderen Baron von Oetinger,
den legendären Weinversteigerer, Hans Ambrosi, Förderer des Rheingau-Musik-Festivals,
Jockel Fuchs, OB von Mainz oder Landwirtschaftsminister Josef Ertl,
sogar den philippinischen Diktator Marcos.
Sie war auch die erste Deutsche Weinkönigin, die durch die Welt reisen durfte,
nach Fernost, nach Manila, nach USA. Diese Reisen haben sie geprägt,
aus dem unbedarften jungen Mädchen wurde eine sehr selbstbewusste junge Frau,
die eine gewinnende Botschafterin für den Deutschen Wein in aller Welt war.
Dass Weinkönigin sein allerdings „e ernst Angeleschenheit is“,
darauf wiesen die älteren Herren Begleiter immer wieder hin.
Sie hatten ein wachsames Auge auf die junge Wein-Repräsentantin.
Welche kleinen Freiheiten sie sich aber doch genomm
Das Buch ist in allen Buchhandlungen und bei Ulrike Neradt
unter www.ulrike-neradt.de/Kontakte zu erhalten. Preis € 10,--




Schauen Sie doch mal auf diesen Link.
Vielleicht gefällt Ihnen ja mein Willkommensgruß an den Herbst...

Link zu Youtube

Ich bin noch nicht so ganz fit mit dem Einsetzen der youtubeEinträge. Versuchen Sie es mal.

Hier sind die Eppelstrenser einfach die unteren Zeilen klicken.

Liedern von Michael Senzig und Jürgen STreck am Klavier.
Ein Bericht über diesen ABend finden Sie weiter unten.
Karten unter 0611 446466 Spiegelgasse 9 Wiesbaden Mo-Mi 15-18 Uhr


20.9. Zusatzkonzert in Bad SChwalbach im Alleesaal.
die Vorstellung "Von Paris über Wien nach Berlin" ist um 18.Uhr ausverkauft. Zusatzvorstellung um 15 Uhr.
auch ausverkauft
Die schönsten Operettenlieder und Chansons aus den tollen zwanziger Jahren.Sänger und Sängerinnen der L´Opera Piccola und Ulrike Neradt gestalten unter der musikalischen Leitung von Alexander Schawgulidse ein einmaliges 20er JAhre Programm.
Karten zu 22 € gibt es an allen bekannten Vorverkaufstellen.oder telefonisch unter 06124 726 9999 .


Herzliche Grüße
Ulrike Neradt

Es ist schon ein paar Tage her. Unser erster Auftritt in Dreieich. Es war ein wundervolles Erlebnis.
Endlich hatten wir wieder Publikum vor uns. Und was sie erwartete, hat Karl-Heinz Stier in den folgenden Zeilen beschrieben.


Neradt & Friends auf der Parkterrassen -Bühne am Bürgerhaus Sprendlingen
Foto: Karl-Heinz Stier
***
Ein froh gestimmtes Publikum erwartete die Chansonette und Autorin aus Martinsthal, Ulrike Neradt, die aus ihrem Buch „Wär`n mer nur dehaam geblibbe“ in Rheingauer Mundart plauderte. Unterstützt wurde sie von dem Sänger Michael Senzig, der begleitet vom Pianisten Jürgen Steck, passende Lieder beisteuerte.

Ulrike Neradt begrüßte zunächst ihr Publikum mit einem aktuell nützlichen Tipp zur Maskenpflicht. Zwei kleine zusätzliche Knoten, selbst an der einfachsten Maske, lassen tatsächlich mehr Luft zum Atmen. Rundum wurde das sofort ausprobiert und mit Applaus belohnt.

In ihrem vortrefflichen Rheingauer Dialekt resümierte die ehemalige Deutsche Weinkönigin über Urlaubserfahrungen, Reisen und lustige Begebenheiten, die es ohne Zweifel wert sind, erzählt zu werden.

Ihr erster Campingurlaub, der über den Brenner nach Italien führte, war in ihrer Kindheit ein kleines Abenteuer. Und die kleine Schwester hat schon kurz nach Darmstadt gefragt: „Sin mer bald da, Babba?“ Dass beim Campen dann „Aamuzzele“ im Zelt krabbelten, war nicht sehr angenehm. Verständlich, denn „Aamuzzele“ ist Rheingauerisch und heißt Ameisen. Senzig sang dazu das Sehnsuchtslied der 50-er Jahre „Wenn bei Capri die rote Sonne.. mit dem Refrain „Bella, bella Marie“. Ach ja, bella Italia!

Weiter ging die Plauderei mit der Geschichte von der Oma, die am Lago Maggiore einen Kampf mit einer Wespe ausfochte und nur knapp dem „Ersauf-Tod“ entkommen ist.

Selbst nach Südostasien konnte Ulrike Neradt in ihrem Jahr als Weinkönigin auf Einladung des damaligen OB von Mainz, Jockel Fuchs, reisen, um Werbung für den Deutschen Wein in knallrotem Dirndl mit Krönchen auf den blonden Locken zu machen. Die spannende Reise führte auch nach Tokio, wo sich ein japanischer Kinderchor an dem deutschen Lied „Sah ein Knab ein „L“röslein stehn…“ versuchte und nach Bangkok, wo die junge Ulrike aus Versehen in einem Thai-Massage-Puff landete.

In späteren Jahren machte sie mit ihrem Ehemann auch einen Besuch in New York und war sprachlos. Ein Steak kostete schon damals über 80 Dollar, ganz zu schweigen vom Eintritt zu der Oper Tosca in der Met oder der Übernachtung im Hotel Waldorf Astoria für 500 Dollar. Es war eine teure Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Passend dazu sang dann der Tenor Frank Sinatras „New York, New York“.

Amüsant war auch, als Ulrike Neradt von ihrer Reise in die Toscana, mit ihrer verschwundenen Handtasche vorlas und ihre sehr unberechtigte Vorurteile gegenüber „diebischen“ Italienern eingestand.

Eingeladen ins Schmidt-Theater auf der Reeperbahn war Ulrike, um Chansons zum Besten zu geben, was sie als große Chance sah. Vergnüglich war deshalb zu erfahren, was sie auf der Reeperbahn mit einer zerrissenen Strumpfhose erlebte und warum zwei Kondome in ihrer Handtasche landeten.

Weil man nicht nur daheim in Martinsthal bleibt, sondern auch einmal die Kerwe in Rauenthal besucht, amüsierte die Geschichte von den Kerweborsche Herbert, Kall und Schorsch. Beinahe hätten die Besucher beim „Heute blau und morgen blau und übermorgen wieder…“ mit geschunkelt.


Herzlicher, lang anhaltender Beifall belohnte aber nach Ende der Vorstellung Ulrike Neradt, den Sänger und den Pianisten. Der Sommerabend am Bürgerhaus Sprendlingen hatte sich gelohnt.
Infos und Karten im Internet buergerhaeuser-dreieich.de

Das gleiche Programm spielen wir noch einmal am 16.9. siehe unten.


21.12.und 22.12 Weihnachtsprogramm im Mainzer Unterhaus
Weihnachtslesung mit Musik mit Ulrike Neradt und Klaus Brantzen, Jürgen Streck, Klavier
Alle Jahre wieder steht Weihnachten vor der Tür - und Sie haben vergessen abzuschließen. An Heiligabend warten wir traditionell auf den verbringen den Tag bis zum Kirchgang oder zur Bescherung, glückselig Plätzchen Weihnachtsmann oder das Christkind und futternd, vor dem Fernseher. Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und Jürgen Streck kennen auch die Kehrseite der Feiertage. Mit Witz und Humor beschreiben sie in ihrer heiteren Weihnachtslesung mit vielen Liedern auch die Pannen und menschlichen Begebenheiten, die die Festtage mit sich bringen. Ein kabarettistisches Feier-Werk, voller Überraschungen, mit vielen musikalischen Leckerbissen, die garantiert nicht dick machen, aber nachhaltig in bester Erinnerung bleiben! Die ideale Einstimmung auf die große Bescherung... Und: Das ideale Geschenk für alle Genießer und Glühwein-Fans!
BALD VERFÜGBAR
20,-€ / ERMÄSSIGT 15,-€
Weitere Termine Dienstag 22.12.2020



Leider sind ansonsten bis weit in den Herbst alle meine schönen Termine verschoben oder abgesagt.
Wir sitzen alle im gleichen Boot. Keiner ist schuld und wir sollten mit Geduld und Zuversicht diese Krise meistern.
Es wäre schön, wenn Sie mich auf FB mal besuchen. Und wenn Sie mir sogar einen kleinen Kommentar schreiben, dann ist das wie Applaus für mich.
Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und vor allem: Bleiben Sie gesund.
Ich melde mich wieder sobald es Neuigkeiten gibt.
Bleiben Sie mir treu
Herzlichst
Ihre Ulrike Neradt


Hier noch meine Kolumne vom 16. Mai

Übberichens
Ulrike Neradt
Zum 16. Mai 2020

Schnudedunker im Internet

Die letzte zwaa Woche hätt ich ins Städtche zum „Shopping“ gehe könne. Mer hot jo jetzt widder mehr Freiheite. Abber ich hatt kaa Lust. Warum sollt ich mir dann neue Klamotte kaafe, am End noch mit bassendem Mundschutz, wenn ich doch nit ins Kino odder ins Theater gehe kann? In Urlaub fahrn mir diss Jahr aach nit mehr. Wo mir schon seit Woche im Haus bleibe musste, habbe mer doch festgestellt, dass es dehaam wunderschee sei kann.
Mer hot die Wingert direkt zum Spazierngehe vor de Hausdier, mer kann im Garte worschtele un bei sonnischem Wetter uff de Terrass sein Schoppe – jetzt aach schon emol mit de nächst Verwandtschaft odder em befreundete Ehepaar - trinke. Nadierlich halle mir de Abstand von aam Meter fuffzisch immer ei. Mein Mann hot sich so en meterlange Greifer kaaft un kann dodemit de Gäst des Weinglas übbergebbe. Sieht lustisch aus un er verschitt aach schon emol die Hälft, wann er nit uffbasst. Es gibt alleweil jo immer neue Erfindunge seit de Corona Krise. Die Winzer im Rheingau sin zum Beispiel druff komme, dass mer aach im Internet Weinprobe mache un de Kunde uff die neue Art ihrn 2019er vorstelle kann. Des geht ganz aafach: mer bestellt entweder beim Weintaxi in Wissbade odder beim Winzer en Probepaket mit meistens 6 Flasche, des werd oft kostenlos aageliffert, dann findt zu eme feste Zeitpunkt mit alle Kunde die Weinprob statt. Die hocke dann dehaam vorm Internet mit de vorher gut gekühlte Weiflasche, un probiern genau in de Reihenfolch die Tröppcher, die der Winzer dann genau vorstellt. So kann mer in aller Ruh dehaam sovill trinke wie mer will un braucht kaa Ängst zu habbe, dass die Bollizei aam aahält um Promillercher zu messe. Nadierlich hot mer dann aach die Möchlichkeit, direkt mit dem Winzer in Kontakt zu trete un sei Fraache zu stelle, die dann alle annern aach mitkriehe. So kann mer sein Weiwisse vergrößern un muss nit von Hamburch odder München extra in de Rheingau fahrn, um de neue Jahrgang zu probiern.
Ich bin devon übberzeucht, dass des übber die Corona-Zeit enaus en gud Idee for die Winzer bleibe wird, ihrn Wei de Schnudedunker, die wo weit weg wohne, uff die Art zu präsendiern. Annererseits waass ich abber aach, dass ville Weinfreunde nadierlich nit nur de Wei probiern wolle, sondern aach gern im Rheingau Urlaub mache. For die stehn jo übberall bald widder die Gutsausschänk un Strausswertschafte offe. Un uff die freue mir uns nadierlich aach schon widder sehr. Bleibt gesund!


Link zu Youtube


Meine Kolumne vom letzten Samstag im Wiesbadener Kurier

So un nit annerst isses halt jetzt. 18.April 2020

E bissje ratlos sitz ich vor meim Kompjuder un waass nit so recht, was ich schreibe soll.
Uff der aane Seit freue sich jetzt so ville klaane Ladebesitzer, dass se endlich widder ihr Sache verkaafe kenne un sin trotz der Einschränkunge doch aach dankbar, dass wenigstens e bissje Lebe in die Bud kimmt. Uff der annere Seit sin viele stinksauer, dass nur Buchläde und Autohändler, die wo mehr als 800 Quadratmeder habbe, uffmache derfe. Wer keeft dann in dere Zeit en Audo? Bis zum 4. Mai müsse mer aach noch warte, dass endlich die „Coronamatt“ vom Kopp kimmt, un die Frisöre widder an die Kepp von ihre Kundschaft derfe. Un was jo for de Rheingau ganz schlimm is: Die Gastronomie bleibt zu. Schlimm is aach, dass all die große Feste bis Ende August nit stattfinne könne. Ich derf gar nit an all die Künstlerkolleeche denke, die wo alleweil im Reeche stehe un vom milliardeschwere Kuche, der wo verdeilt wird, bis jetzt nix abkrieht habbe. Do muss unser Regierung noch nachrüste, sonst steht so mancher Künstler vorm Aus. Debei unnerstützt uns des herrliche Wetter, um nit ganz in Trübselichkeit zu verfalle. Doch wem hilfts? Mir dun aach die alte Mensche leid, die in ihre Stubbe im Altenheim hocke un mit kaam aus de Familie Kontakt halle derfe. Un Sorche mach ich mir um die Eldern un vor allem die allaans erziehende Mütter, die im „Homeoffice“ ihr daachdächlich Abbeit verrichte, klaane Kinner beruhische un unnerhalle, Hausuffgabe betreue, koche, wäschmache, butze, un un un. Wie die des schaffe, ohne übberzuschnappe, wird mir en Rätsel bleibe. Nit zu vergesse will ich aach die Leit im Pfleechedienst, die de ganze Daach mit dem schreckliche Virus in Kontakt komme un die höllisch uffbasse misse, dass se nit infiziert wern. Im Fernsehe, Radio, Facebook: Überall nix wie Corona. Von moins bis obends. Schon vor 4 Woche hab ich in hier geschribbe: Es wird nix mehr so, wie es mol war. Des Virus hot uns im Griff un wird uns all verännern. Sicherlich aach zum Gude. Die Mensche besinne sich uffs Wesentliche un wern dankbarer. Un darum bin ich optimistisch un zuversichtlich. Ich bin mir sicher, dass alles gut geht un mir im nächste Jahr uff „Normal“ schalte könne. In vier Woche sieht alles annerst un vielleicht noch besser aus. Geduld is jetzt obberstes Gebot. Bleibe Se bitte gesund un basse Se gut uff sich uff. Des wünscht Ihne von Herzen Ihre Ulrike Neradt


21. MÄrz 2020

Meine Kolumne im Wiesbadener Kurier vom gestrigen Samstag in MUndart

Ich geb zu, ich hab lang gezöchert mit meiner Kolumne fors Wochenend. Es sollt was sei, was nix mit Corona zu dun hot. Un doch komm ich nit drumerum. Die jetzisch Zeit mit dem widderliche Virus werd uns verännern, jeden Aanzelne von uns un unser Gesellschaft, do bin ich sicher. Ich hab abber aach feststelle könne, wie sich Mensche geeschenseitisch helfe, uffenanner uffpasse, un sich Mut mache.
Die Nadur macht en Päusje un freut sich drübber. Un mir erfahrn in dene Daache, wie unwichtisch un dumm eichentlich der ganze Konsum is, un wie er uns von uns selbst un de Nadur entfernt hot. Mir wern alleweil reduziert uff die werklich wichtische Sache im Leben, uff unser nächste Aagehörische, uff des Mitenanner, des Fürenanner, des Zuenanner. Mir kimmts vor, als dehte mir widder unser Stärke als Menschheit erkenne. Ich lese un heer von so ville Mensche, die eichentlich verzweifelt sei müsste, die Gastwirte, die Künstler, die klaane Betriebe, dene am End gesamte Jahresumsatz flöte geht. Trotzdem erfahr ich aach so ebbes wie Zuversicht un Hoffnung. Un obwohl aach mir ville Bühnetermine dorch die Lappe gange sin, irchendwie bin ich ganz entspannt. Uff aamol hab ich sovill Freizeit un aach Freiheit, mol des zu mache, was ich vor lauter Stress die letzte Jahrn nie mache konnt. Ich muss zum Beispill kaan Text lerne un kann im Gardde worschtele. Ja, des Corona bringt des Lebe irchendwie uff de Punkt. Un irchendwann, liebe Leit, in noch nit absehbarer Zeit werds haasse: Mir habbes gepackt. Des lebensgefährliche Corona is besiecht. Un dann werd Ihr sehe, mir treffe uns widder uff de Gass, könne uns umarme, mitenanner flenne, lache un feiern. Ja, Corona werd uns verännern. Un dodenach is nix mehr wie es mol war.
Un ich hoffe nur, dass mir uns dann aach dene Mensche geescheübber solidarisch zeische, die uns schon seit Jahrn um Hilfe aaflehe: Mensche in Not, egal welcher Art und woher se komme.
Ich ruf allen heut guten Mutes zu: Basse se gut uff sich uff un bleibe se gesund.
Un vor allem gilt es zu beherzische, was von obberster Stell verordent worn is:
Bleibe se dehaam!!! Bleibe se for sich. Halle se Abstand! Es gibt sicherlich aach Scheenes zu dun, wenn mer plötzlich soviell ungeweehnlich vill Zeit hot. Bücher lese, im Garte hackele, Rezepte ausprobieren, Fernsehserie gucke…Die Zeit geht vorbei. Ganz bestimmt.


Hier meine Termine, die vielleicht noch in Frage kommen.



11.September 19,00 Uhr
"Ssälawieh- So ist das Leben"
Das bewährte Trio Neradt-Brantzen-Streck in einem neuen Programm mit Texten, Chansons und Lebensweisheiten von dem berühmten Autor der zwanziger Jahre Kurt Tucholsky.
Wetzlar, KonzertSaal der Musikschule, SChillerplatz 8 35578 Wetzlar
20 €. Freie Platzwahl
Info und Karten: 06441 85160
Schnitzlersche Buchhandlung 06441 45101 oder: info@wetzlarer-kulturgemeinschaft.de steht noch!
Abgesagt! 2021 wird es nochmal gespielt

30. Oktober 19.30 Uhr
"Ssälawieh- So ist das Leben"
Das bewährte Trio Neradt-Brantzen-Streck in einem neuen Programm mit Texten, Chansons und Lebensweisheiten von Kurt Tucholsky.Anlässlich des 130. Geburtstages des Autors.
Zu Gast im Limeskastel, Pohl Kirchstraße Kartentelefon: 06772 96 80 768

31.Oktober 19,30 Uhr
"Ssälawieh- So ist das Leben"
Das bewährte Trio Neradt-Brantzen-Streck in einem neuen Programm mit Texten, Chansons und Lebensweisheiten von Kurt Tucholsky.Anlässlich des 130. Geburtstages des Autors.
Brentanoscheune Oestrich-Winkel

7. November 19.30 Uhr
"Großes zweites GalaKonzert zwischen Wald und Reben"
Zusammen mit der L`Opera Piccola wird Ulrike Neradt,
zusammen mit bekannten KÜnstlern aus dem Rheingau
zum 2. Mal im Kurhaus Bad SChwalbach ein großes Galakonzert durchführen.
Karten 06124 726 9999

4. Dezember 19.30 Uhr
"Ssälawieh- So ist das Leben"
Das bewährte Trio Neradt-Brantzen-Streck in einem neuen Programm mit Texten, Chansons und Lebensweisheiten von dem berühmten Autor der zwanziger Jahre Kurt Tucholsky.
Theater im Pariser Hof, Wiesbaden, Spiegelgasse 9,
Karten unter 0611 44764644 Mo und Mi von 15-18 Uhr

Unsere Termine für die Vorstellungen "Wie? Schon wieder WEihnachten" folgen im April


Gleich möchte ich darauf hinweisen, dass in meinem neuen (grünen) Flyer sich zwei Fehlerteufel
breit gemacht haben:
Die Telefonnummer vom Theater im Pariser HOf in Wiesbaden ist falsch:
Richtig ist: 0611 44764644
und am 3.10. findet die Tucholsky-Vorstellung nicht in Wetzlar,
sondern im Salontheater
in Taunusstein statt.




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GERDA und WALTER sind wieder da ...!
Ulrike Neradt und Norbert Roth starten im Internet ein neues Comeback!!!
Mit Minisketchen als Youtube, FACEbook und Instragram Stars.
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Vielleicht gefällt Ihnen ja das eine oder andere Programm. Würde mich freuen...!
Unter der Seite Blog können Sie alle 4 Wochen meine Kolumne nachlesen, die ich im Wiesbadener Kurier
in Rheingauer Mundart schreibe.


Hier die Kritik von der Premiere Ssälahwie--- Kurt Tucholsky zum Vergnügen
Weilburger Tagblatt vom 12.6.2019
Boshaft, aber immer ehrlich
Von Andreas E. Müller

WEILBURG - Alle Jahre wieder, und doch immer wieder besonders: Mit ihrem Programm "Ssälawih oder: So ist das Leben!" haben Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und am Flügel Jürgen Streck in einer Sonntags-Matinee in der Oberen Orangerie ihr Publikum einmal mehr sehr kurzweilig unterhalten, dieses Mal mit Gedichten, Liedern und Chansons von Kurt Tucholsky.
Das bestens aufeinander eingestellte Trio trug Texte des 1935 verstorbenen Journalisten und Schriftstellers vor, der auch unter den Pseudonymen Peter Panter und Theobald Tiger schrieb und sich selbst als linken Demokraten sah. Und seine Gedanken blitzten regelrecht von der Bühne herab. Scharfzüngig, kraftvoll, provokant: "Und siehste dir die Gesellschaft an, und, was meinste? Weinste." Oder auch: "Und siehste dir die Gesellschaft an, und, was machste? Lachste". Überlegungen zum Thema Familie steckten in dem Lied "Fang nie was mit Verwandtschaft an, sieh lieber dir `ne fremde Landschaft an".
Im "Mensch als Aufsatz" meint Tucholsky: "Der Mensch hat zwei Teile, der männliche, der nicht denken will, und der weibliche, der nicht denken kann". Eine Passage, die Neradt gerne weggelassen hätte, wie sie erklärte. Aber dann sei es eben nicht mehr Tucholsky. Dessen Aufsatz endet übrigens mit der Erkenntnis, dass es außer Menschen auch noch Sachsen und Amerikaner gibt. Und manchmal gebe der Mensch tatsächlich Ruhe, aber dann sei er tot.
Zu hören war auch von Karrieren, die durch den Hintern gehen. "Sie kriechen bei den Vorgesetzten `rin und meinen, sie könnten dort überwintern". Und wenn sie dann von oben herabblickten, hätten sie vergessen, "wie `se ruffgekommen" sind. Die Kunst erlaube derlei Zuspitzungen, davon war Tucholsky, der stets gegen Kriegshetzerei gewirkt und für die deutsch-französische Freundschaft gekämpft habe, überzeugt. Denn die Frage, was Satire dürfe, hat er auch folgendermaßen beantwortet: "Der Witz einer Satire darf boshaft, muss aber ehrlich sein".
Brantzen, passend in Smoking und Zylinder gekleidet, zitiert die Erkenntnis, dass es ein Smoking alleine nicht mache, aber auch kein Dekolleté. Und Neradt singt davon, wie es ist, in einer Bar zu arbeiten und das Herz mit Cocktails, die Haare mit Wasserstoff zu färben.
Jürgen Streck ist wieder ein sehr feinfühliger Begleiter an den Tasten und gibt der Musik von Hanns Eisler, Friedrich Hollaender oder auch Kurt Tucholsky selbst die entsprechende Ausdruckskraft. Durch die Luft schwingen Worte, Noten und Wortspiele, manche schonungslos: "Männer, die Wert auf Weiber legen, tun dies meistens nur der Leiber wegen."
Dem Lied über Kautabak folgt die "soziologische Philosophie der Löcher", die für viel Schmunzeln im Raum sorgt; so auch der finale Gedanke, dass manches durch ein Loch entwertet werde, beispielsweise ein Fahrschein, eine Jungfrau oder ein Luftballon. Im "Deutschen Mann" vergleicht eine Frau ihren Mann mit einem attraktiven Fremden, kommt aber doch zur Erkenntnis: "Wenn man die Männer näher kennt, legt sich das mit dem Happyend".
Ein Resümee zur Ehe
und zu Andrea Nahles
Das Konzert endet mit dem Resümee, dass die Ehe "zum größten Teile verbrühte Milch und Langeweile" sei. "Und dann wird vorm Happyend im Film gewöhnlich abgeblendt".
Nach einem begeisterten Applaus widmet Neradt die Zugabe der zurückgetretenen Andrea Nahles: "Wie bescheidene Radieschen, außen rot und innen weiß".


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Mein neues Buch: Wär`n mer nur dehaam geblibbe, sowie "Eh ich mich uffreech, is mirs lieber egal"
Ist in Rheingauer und Wiesbadener Buchhandlungen zu kaufen.
Verkaufstpreis 10 €. Gern können Sie das Buch
auch direkt bei mir erwerben. Zgl. 2 € Porto
Einfach unter dem Button Kontakt per mail bestellen.

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Wenn Sie Fragen haben, mailen Sie mir unter: rheingaukabarett@hotmail.de

Bis bald

Herzliche Grüsse

Ihre

Ulrike Neradt



www.ulrike-neradt.de

Termine 2019 Flyer Seite 1 (PDF)
Termine 2019 Flyer Seite 2 (PDF)