Sonntag, 29.3.2020
Der 12. Tag meines Corona-Tagebuches habe ich bereits hier auf meiner Blogseite veröffentlicht.
Man muss auch mal abschalten und den Sonntag als solchen geniessen.
Bis morgen.
Herzliche Grüße
und behalten Sie Ihren Humor. Es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis wir uns
wieder ungezwungen verhalten können.




Meine Kolumne im Wiesbadener Kurier vom gestrigen Samstag in MUndart

Ich geb zu, ich hab lang gezöchert mit meiner Kolumne fors Wochenend. Es sollt was sei, was nix mit Corona zu dun hot. Un doch komm ich nit drumerum. Die jetzisch Zeit mit dem widderliche Virus werd uns verännern, jeden Aanzelne von uns un unser Gesellschaft, do bin ich sicher. Ich hab abber aach feststelle könne, wie sich Mensche geeschenseitisch helfe, uffenanner uffpasse, un sich Mut mache.
Die Nadur macht en Päusje un freut sich drübber. Un mir erfahrn in dene Daache, wie unwichtisch un dumm eichentlich der ganze Konsum is, un wie er uns von uns selbst un de Nadur entfernt hot. Mir wern alleweil reduziert uff die werklich wichtische Sache im Leben, uff unser nächste Aagehörische, uff des Mitenanner, des Fürenanner, des Zuenanner. Mir kimmts vor, als dehte mir widder unser Stärke als Menschheit erkenne. Ich lese un heer von so ville Mensche, die eichentlich verzweifelt sei müsste, die Gastwirte, die Künstler, die klaane Betriebe, dene am End gesamte Jahresumsatz flöte geht. Trotzdem erfahr ich aach so ebbes wie Zuversicht un Hoffnung. Un obwohl aach mir ville Bühnetermine dorch die Lappe gange sin, irchendwie bin ich ganz entspannt. Uff aamol hab ich sovill Freizeit un aach Freiheit, mol des zu mache, was ich vor lauter Stress die letzte Jahrn nie mache konnt. Ich muss zum Beispill kaan Text lerne un kann im Gardde worschtele. Ja, des Corona bringt des Lebe irchendwie uff de Punkt. Un irchendwann, liebe Leit, in noch nit absehbarer Zeit werds haasse: Mir habbes gepackt. Des lebensgefährliche Corona is besiecht. Un dann werd Ihr sehe, mir treffe uns widder uff de Gass, könne uns umarme, mitenanner flenne, lache un feiern. Ja, Corona werd uns verännern. Un dodenach is nix mehr wie es mol war.
Un ich hoffe nur, dass mir uns dann aach dene Mensche geescheübber solidarisch zeische, die uns schon seit Jahrn um Hilfe aaflehe: Mensche in Not, egal welcher Art und woher se komme.
Ich ruf allen heut guten Mutes zu: Basse se gut uff sich uff un bleibe se gesund.
Un vor allem gilt es zu beherzische, was von obberster Stell verordent worn is:
Bleibe se dehaam!!! Bleibe se for sich. Halle se Abstand! Es gibt sicherlich aach Scheenes zu dun, wenn mer plötzlich soviell ungeweehnlich vill Zeit hot. Bücher lese, im Garte hackele, Rezepte ausprobieren, Fernsehserie gucke…Die Zeit geht vorbei. Ganz bestimmt.

Hier werde ich meine Absagen und bestehenden Veranstaltungen immer aktualisieren.



25. März 19.30 Uhr
„So eine Zeit vergisst man nie“
Ehemalige Weinköniginnen erzählen. Ulrike Neradt (DWK 1972),
Katharina Staab (DWK 2017), Janina Helbig (Rhg. Weinprinzessin)
Wein+Kultur Eltville, mit einer kleinen Weinprobe,
Gutenbergstraße 3, Tel. 0172 6642019 oder mail info@eltville-vinothek.de
abgesagt



3. April 19.30 Uhr
„Wär`n mer nur dehaam geblibbe“
Heitere Reiseerzählungen aus dem gleichnamigen Buch in
Mundart von und mit Ulrike Neradt. Mit Liedern und Chansons
aus der ganzen Welt. Mit dabei ist der Wiesbadener
Tenor Michael Senzig und der Pianist Jürgen Streck.
Theater im Pariser Hof, Wiesbaden, Spiegelgasse 9,
Karten unter 0611 44764644 Mo und Mi von 15-18 Uhr

Abgesagt

24.April 18.30 Uhr
"WeinLESEN im Weingut Erbeldinger"
Was ist weinLESEN?
Beim weinLESEN bieten wir Speisen und passende Weine zu glanzvoll heiteren Vorträgen der Mundartautorin und Chansonette Ulrike Neradt an. Sie liest aus ihren Büchern, singt und bringt einfach pure Lebensfreude mit.
Weitere Informationen:
Freitag, 24. April 2020
Einlass 18 Uhr. Beginn 18.30 Uhr.
Kostenpunkt: 45 Euro pro Person.
Unbedingt vorher reservieren: Telefonisch unter 06244/4932 oder
abgsagt

9. Mai Muttertagsprogramm 19.30 Uhr
„Ich schenk Dir eine Pusteblume“
Eine musikalisch-literarische Liebeserklärung an alle Großmütter,
Mütter und Töchter. Ulrike Neradt und Michael Senzig
binden einen bunten Strauß mit den schönsten Liedern,
Geschichten und Gedichten rund um unsere Mütter.
Salontheater Taunusstein, Röderweg,
Karten info@salon-theater.de oder www.salon-theater.de
Abgesagt

15.Mai 19.30 Uhr
"Mit Musik geht alles besser"
ULrike Neradt und Michael Senzig mit Operettenlieder,Chansons aus den 20er und 60er.
evangelische Kapelle Langenseifen Veranstalter: Kulturverein Waldbühne
Bad Schwalbach e.V. Karten: 06124-4587 kontakt@waldbuehne-badschwalbach.de
abgesagt



Noch nicht abgesagte Termine


7. Juni Premiere 11.00 Uhr
„Mit der Hand übern Alexanderplatz“
120 Jahre Kabarettlieder mit den schönsten Chansons und frechen Texten
von 1900-1930. mit Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und Jürgen Streck
Schlosskonzerte Weilburg Tel. Mo-Fr 9-13 Uhr 06471 944210 Schloss Weilburg,
Obere Orangerie.
Ausverkauft. Zusatztermin 11.7.2021


12. Juli 11.00 Uhr
„Ssählawih- C`est la vie- So ist das Leben“
Musikalisch-literarische Kurt-Tucholsky-Revue zum Vergnügen.
Mit Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und Jürgen Streck am Flügel
Karten: Burgfestspiele Dreieich, Ticket-Service
Dreieich, Fichtestraße 50, Tel. 06103 – 60000
Ort: Dreieich, Fahrgasse 52

Tipp: Lesen Sie weiter unten auf dieser Seite die Kritik von den
Weilburger Schlosskonzerten zum Tucholsky Programm.

17. Juli 19.00 Uhr
„Mit der Hand übern Alexanderplatz“
120 Jahre Kabarettlieder mit den schönsten Chansons und Texten von
1900-1930. mit Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und Jürgen Streck
im Weingut Knyphausen. Eine Veranstaltung des Lions Club Rheingau.

19. Juli 19 Uhr
"Ich glaab Dir brennt de Kittel"
Mit Ulrike Neradt und Walter REnneisen , am Flügel Frank Golischewski
Burgfestspiele Dreieichenhain
Karten: Burgfestspiele Dreieich, Ticket-Service
Dreieich, Fichtestraße 50, Tel. 06103 – 60000
Ort: Dreieich, Fahrgasse 52
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Das besondere Konzert Beim Hoffest Diefenhardt in Martinsthal
24. und 25. Juli 20.00 Uhr
„100 Jahre Musikhighlights
1920er Chanson trifft 2020er Jazz Jugend “

Traditionelles Hoffest im Weingut Diefenhardt, Martinsthal,
Hauptstraße 9-11. Einlass 18 Uhr. Hof ist überdacht.
Ulrike Neradt begrüßt Klaus Brantzen, Jürgen Streck
für die 20er Jahre und die Juniorbigband des
Landesjugend Jazzorchesters Hessen Kicks and Sticks.
Karten bei A. Kohl 06146 7085 oder im
Weingut Diefenhardt Tel. 06123 71490
Wer zuerst bestellt, bekommt die besten Plätze
Einlass 18 Uhr. Hof ist überdacht.
Karten sind im Verkauf!!

11.September 19,00 Uhr
"Ssälawieh- So ist das Leben"
Das bewährte Trio Neradt-Brantzen-Streck in einem neuen Programm mit Texten, Chansons und Lebensweisheiten von dem berühmten Autor der zwanziger Jahre Kurt Tucholsky.
Wetzlar, KonzertSaal der Musikschule, SChillerplatz 8 35578 Wetzlar
20 €. Freie Platzwahl
Info und Karten: 06441 85160
Schnitzlersche Buchhandlung 06441 45101 oder: info@wetzlarer-kulturgemeinschaft.de

3. Oktober 19.30 Uhr
"Ssälawieh- So ist das Leben"
Das bewährte Trio Neradt-Brantzen-Streck in einem neuen Programm mit Texten, Chansons und Lebensweisheiten von Kurt Tucholsky.
Nähere Info info@salon-theater.de oder
www.salontheater.deSalon-Theater Taunusstein – Bleidenstadt Röderweg 24,
Karten : 06128 4892152

30. Oktober 19.30 Uhr
"Ssälawieh- So ist das Leben"
Das bewährte Trio Neradt-Brantzen-Streck in einem neuen Programm mit Texten, Chansons und Lebensweisheiten von Kurt Tucholsky.Anlässlich des 130. Geburtstages des Autors.
Zu Gast im Limeskastel, Pohl Kirchstraße Kartentelefon: 06772 96 80 768

31.Oktober 19,30 Uhr
"Ssälawieh- So ist das Leben"
Das bewährte Trio Neradt-Brantzen-Streck in einem neuen Programm mit Texten, Chansons und Lebensweisheiten von Kurt Tucholsky.Anlässlich des 130. Geburtstages des Autors.
Brentanoscheune Oestrich-Winkel

7. November 19.30 Uhr
"Großes zweites GalaKonzert zwischen Wald und Reben"
Zusammen mit der L`Opera Piccola wird Ulrike Neradt,
zusammen mit bekannten KÜnstlern aus dem Rheingau
zum 2. Mal im Kurhaus Bad SChwalbach ein großes Galakonzert durchführen.
Karten 06124 726 9999

4. Dezember 19.30 Uhr
"Ssälawieh- So ist das Leben"
Das bewährte Trio Neradt-Brantzen-Streck in einem neuen Programm mit Texten, Chansons und Lebensweisheiten von dem berühmten Autor der zwanziger Jahre Kurt Tucholsky.
Theater im Pariser Hof, Wiesbaden, Spiegelgasse 9,
Karten unter 0611 44764644 Mo und Mi von 15-18 Uhr

Unsere Termine für die Vorstellungen "Wie? Schon wieder WEihnachten" folgen im April


Gleich möchte ich darauf hinweisen, dass in meinem neuen (grünen) Flyer sich zwei Fehlerteufel
breit gemacht haben:
Die Telefonnummer vom Theater im Pariser HOf in Wiesbaden ist falsch:
Richtig ist: 0611 44764644
und am 3.10. findet die Tucholsky-Vorstellung nicht in Wetzlar,
sondern im Salontheater
in Taunusstein statt.




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GERDA und WALTER sind wieder da ...!
Ulrike Neradt und Norbert Roth starten im Internet ein neues Comeback!!!
Mit Minisketchen als Youtube, FACEbook und Instragram Stars.
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Vielleicht gefällt Ihnen ja das eine oder andere Programm. Würde mich freuen...!
Unter der Seite Blog können Sie alle 4 Wochen meine Kolumne nachlesen, die ich im Wiesbadener Kurier
in Rheingauer Mundart schreibe.


Hier die Kritik von der Premiere Ssälahwie--- Kurt Tucholsky zum Vergnügen
Weilburger Tagblatt vom 12.6.2019
Boshaft, aber immer ehrlich
Von Andreas E. Müller

WEILBURG - Alle Jahre wieder, und doch immer wieder besonders: Mit ihrem Programm "Ssälawih oder: So ist das Leben!" haben Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und am Flügel Jürgen Streck in einer Sonntags-Matinee in der Oberen Orangerie ihr Publikum einmal mehr sehr kurzweilig unterhalten, dieses Mal mit Gedichten, Liedern und Chansons von Kurt Tucholsky.
Das bestens aufeinander eingestellte Trio trug Texte des 1935 verstorbenen Journalisten und Schriftstellers vor, der auch unter den Pseudonymen Peter Panter und Theobald Tiger schrieb und sich selbst als linken Demokraten sah. Und seine Gedanken blitzten regelrecht von der Bühne herab. Scharfzüngig, kraftvoll, provokant: "Und siehste dir die Gesellschaft an, und, was meinste? Weinste." Oder auch: "Und siehste dir die Gesellschaft an, und, was machste? Lachste". Überlegungen zum Thema Familie steckten in dem Lied "Fang nie was mit Verwandtschaft an, sieh lieber dir `ne fremde Landschaft an".
Im "Mensch als Aufsatz" meint Tucholsky: "Der Mensch hat zwei Teile, der männliche, der nicht denken will, und der weibliche, der nicht denken kann". Eine Passage, die Neradt gerne weggelassen hätte, wie sie erklärte. Aber dann sei es eben nicht mehr Tucholsky. Dessen Aufsatz endet übrigens mit der Erkenntnis, dass es außer Menschen auch noch Sachsen und Amerikaner gibt. Und manchmal gebe der Mensch tatsächlich Ruhe, aber dann sei er tot.
Zu hören war auch von Karrieren, die durch den Hintern gehen. "Sie kriechen bei den Vorgesetzten `rin und meinen, sie könnten dort überwintern". Und wenn sie dann von oben herabblickten, hätten sie vergessen, "wie `se ruffgekommen" sind. Die Kunst erlaube derlei Zuspitzungen, davon war Tucholsky, der stets gegen Kriegshetzerei gewirkt und für die deutsch-französische Freundschaft gekämpft habe, überzeugt. Denn die Frage, was Satire dürfe, hat er auch folgendermaßen beantwortet: "Der Witz einer Satire darf boshaft, muss aber ehrlich sein".
Brantzen, passend in Smoking und Zylinder gekleidet, zitiert die Erkenntnis, dass es ein Smoking alleine nicht mache, aber auch kein Dekolleté. Und Neradt singt davon, wie es ist, in einer Bar zu arbeiten und das Herz mit Cocktails, die Haare mit Wasserstoff zu färben.
Jürgen Streck ist wieder ein sehr feinfühliger Begleiter an den Tasten und gibt der Musik von Hanns Eisler, Friedrich Hollaender oder auch Kurt Tucholsky selbst die entsprechende Ausdruckskraft. Durch die Luft schwingen Worte, Noten und Wortspiele, manche schonungslos: "Männer, die Wert auf Weiber legen, tun dies meistens nur der Leiber wegen."
Dem Lied über Kautabak folgt die "soziologische Philosophie der Löcher", die für viel Schmunzeln im Raum sorgt; so auch der finale Gedanke, dass manches durch ein Loch entwertet werde, beispielsweise ein Fahrschein, eine Jungfrau oder ein Luftballon. Im "Deutschen Mann" vergleicht eine Frau ihren Mann mit einem attraktiven Fremden, kommt aber doch zur Erkenntnis: "Wenn man die Männer näher kennt, legt sich das mit dem Happyend".
Ein Resümee zur Ehe
und zu Andrea Nahles
Das Konzert endet mit dem Resümee, dass die Ehe "zum größten Teile verbrühte Milch und Langeweile" sei. "Und dann wird vorm Happyend im Film gewöhnlich abgeblendt".
Nach einem begeisterten Applaus widmet Neradt die Zugabe der zurückgetretenen Andrea Nahles: "Wie bescheidene Radieschen, außen rot und innen weiß".


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Mein neues Buch: Wär`n mer nur dehaam geblibbe, sowie "Eh ich mich uffreech, is mirs lieber egal"
Ist in Rheingauer und Wiesbadener Buchhandlungen zu kaufen.
Verkaufstpreis 10 €. Gern können Sie das Buch
auch direkt bei mir erwerben. Zgl. 2 € Porto
Einfach unter dem Button Kontakt per mail bestellen.

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Wenn Sie Fragen haben, mailen Sie mir unter: rheingaukabarett@hotmail.de

Bis bald

Herzliche Grüsse

Ihre

Ulrike Neradt



www.ulrike-neradt.de

Termine 2019 Flyer Seite 1 (PDF)
Termine 2019 Flyer Seite 2 (PDF)