Nach meine Beene ist ja ganz Berlin verrückt.
In diesem Programm stellt Ulrike Neradt zwei Künstlerinnen vor, deren Karriere zu Beginn des letzten Jahrhunderts in Berlin begann. Claire Waldoff und Marlene Dietrich. Claire Waldoff, 1884 in Gelsenkirchen geboren, war mit ihrer kratzbürstigen Stimme über drei Jahrzehnte lang ein Star der deutschen Unterhaltungskunst. Marlene Dietrich zählte in den 1930er Jahren zu den größten internationalen Filmstars. Ulrike Neradt setzt beiden Frauen ein unvergleichliches Denkmal, in dem sie das Verbindende mit vielen Chansons, Schlagern und Couplets zwischen beiden Idolen herausarbeitet. Am Klavier begleitet Jürgen Streck.
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Beide haben ein unkonventionelles Leben gelebt, beide sind im Nazi-Deutschland mit den Herrschenden aneinandergeraten. Marlene floh in die USA, Claire blieb und wurde von Propagandaminister Goebbels persönlich verfolgt.
Ulrike Neradt macht aus den beiden keine Vorkämpferinnen für die bürgerliche Frauenbewegung, sondern stellt sie als die Künstlerinnen dar, die sie waren - nahezu ausschließlich für die Kunst lebend, immer mit wachen Augen und Sinnen.
Neradt geht auf Claires einfache Art ein, verzichtet auf große Geste, singt ihre witzigen Texte, die das Publikum so liebt: „Wer schmeißt denn da mit Lehm ...“, „Hermann heeßt er …“ oder „Nach meine Beene is ja janz Berlin verrückt …“. Die Neradt stellt dar, wie Claire in den 20er Jahren die Kabarettbühne revolutionierte. Mit „Raus mit den Männern aus dem Reichstag“
Marlene Dietrichs Aufstieg zum Weltstar mit dem Film „Der blaue Engel“ und Regisseur von Sternberg werden zum Thema gemacht.
Mit dem Beginn des Kalten Krieges wurde Marlenes Engagement zunehmend pazifistisch. Am deutlichsten machte die Neradt dies mit dem Lied „Sag mir, wo die Blumen sind“ - wieder schmilzt das Publikum hin. Dass Ulrike Neradt über Verbindungen in die USA auch noch amerikanische Dietrich-Schlager auftreiben konnte, ruhige, charmante Titel samt den Noten dazu - das macht den Abend unvergleichlich.




„CLICK INS GLÜCK“

Mit Ulrike Neradt und Frank Golischewski

Komödie von Sylvia Hoffman, Regie: Sylvia Hoffman
Programmbeschreibung
Gar kein Problem im Jahre 2022 für einen frischgeschiedenen Mann eine neue Frau zu finden.
Onlinedating ist angesagt.
Ganz cool sucht man die Richtige von zu Hause vom Sofa.
Doch jede der Damen, die er trifft, ist eine sehr eigenständige Persönlichkeit .
Es kommt zu unerwarteten Reaktionen, die er beim nächsten Versuch vermeiden will.
Seine - von der einen Frau als Schwäche gedeutete - Höflichkeit aber, wäre bei der Nächsten gerade richtig gewesen.
Die erschreckt wiederum seine nun überaus lockere Art.
So geht es weiter. Trotz moderner Technik ein menschliches Chaos.
Traurig und komisch zugleich.
Es darf gelacht werden, denn am Ende findet er sein Glück, unerwartet, ungeplant... analog!

Und da eine der fünf Damen, die alle von ULRIKE NERADT gespielt werden, eine Sängerin ist und der Mann, FRANK GOLISCHEWSKI, Pianist...
gibt es dabei viel Musik.


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„Lebe wohl und liebe mich“ Johann Wolfgang von Goethe und Christiane Vulpius

Szenische Lesung mit Musik.
Mit Ulrike Neradt und Frank Golischewski. Regie und Textbuch: Sylvia Hoffman„Lebe wohl und liebe mich“ Johann Wolfgang von Goethe und Christiane Vulpius
Szenische Lesung mit Musik. Mit Ulrike Neradt und Frank Golischewski. Regie und Textbuch: Sylvia Hoffman
Sylvia Hoffman schreibt“ Es ist eine abenteuerliche Beziehung“ sagten die Zeitgenossen über Goethe und Christiane Vulpius.
“ Sie passen nicht zusammen. Sie können sich gar nichts zu sagen haben. Das reicht gerade für eine, für Goethe typische leidenschaftliche Liebschaft!“ Aber… Diese Beziehung und Ehe dauerte bis zu Christianes Tod. 28 Jahre! Warum? Wie? ---
Es ist unendlich viel darüber spekuliert worden. Ich habe versucht, aus dem erhaltenen Briefwechsel der Beiden, also ausschließlich mit ihren Worten, einen Dialog zu entwickeln, so dass der Zuschauer sich auf die Spuren dieser Beziehung begeben kann und das Geheimnis vielleicht löst.
Sylvia Hoffman
Autorin und Regisseurin von Spielfilmen. Darunter 15 TATORTe. Verheiratet mit einem amerikanischen Journalisten. Drei Töchter. Ein gemeinsames Theater in New York. Zurück in Deutschland. Vier Jahre künstlerische Leiterin des Frankfurter Volkstheaters. Ein Roman: Kälte Training.


"Säählawie oder So ist das Leben"

Seit 2019 steht der Autor Kurt Tucholsky auf dem Programm. Gedichte, Lieder und Chansons Augenzwinkernd und manchmal frech, anziehend und manchmal anzüglich - so präsentiert sich mit pointierten Gedichten, Liebesliedern und kessen Balladen der große Kurt Tucholsky als Bänkelsänger. Aber nicht nur "das" ist es, wovon Tucholsky in seinen Chansons dichtet, nicht nur die angenehme Erinnerung an jene Anna-Luise, die "wie keine die Flöte blies". Der zärtliche Frauenheld singt auch ein Lied auf die Trauer, die in aller Liebe beschlossen ist: mit heiterer Melancholie und graziöser Skepsis warnt er vor ihr, sehnt sich nach ihr, fühlt sich von ihr bedroht und versucht und versteht nicht - und versteht sie doch, die Liebe: "...denn wer mehr liebt, der muss mehr leiden.
Mit Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und Jürgen Streck.


Aktuelle Bühnenprogramme

„Mit der Hand übern Alexanderplatz“

Eine literarisch-heitere musikalische 20er Jahre Revue Premiere 2021 in Weilburg bei den Schlossfestspielen.
Eine satirische, literarisch-musikalische Zeitrevue über 120 Jahre Kabarettchansons
Es ist ein Synonym für Veränderung, Aufbruch, Neuanfänge, und Umwälzung – das Jahrzehnt, dass wie kein anderes für seine Unruhe, seinen Sturm und Drang in die Geschichte eingegangen ist: die Goldenen Zwanziger. Die Welt wird in den Jahren zwischen 1920 und 1930 buchstäblich aus den Angeln gehoben. Nichts bleibt wie es war, in rasendem Tempo vollziehen sich Änderungen, die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche zeigen.
Die 1920er Jahre gelten als das Jahrzehnt des Ãœberschwangs, der Dekadenz und der Massen.
Aber so golden, wie ist die Legende glauben machen will, waren die Jahre nach dem ersten Weltkrieg längst nicht. Zunächst scheint ganz das Gegenteil der Fall zu sein: Wirtschaftskrisen, Massenarbeitslosigkeit, Inflation und Armut waren tonangebend zu Beginn der Zwanziger.
Gleichwohl schürt genau das denn Hunger nach einem Bruch mit den Verhältnissen, nach einem Neuanfang in allen Lebensbereichen.
Man dürstet förmlich danach, dem grauen und belastenden Alltag zu entfliehen. Eine Gegenwelt bieten die Theater, Kabarett, Tanzlokale und Vergnügungstempel.In den Metropolen New York, Paris und Berlin erleben Sie eine wahre Blütezeit.
Eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte der zwanziger Jahre und ein Stück Zeitgeschichte wollen Ihnen die drei Künstler in ihrem diesjährigen Programm vorstellen. Die unvergesslichen Chansons und frechen Texte dieser „Gegenwelt“ von Komponisten wie Rudolf Nelson, Ralph Benatzky, Werner Richard Heymann, Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Otto Reutter, sowie den Autoren Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht uvm dürfen nicht fehlen in dieser musikalischen Hommage an die Jahre des Charleston, des Börsenkrachs und des Bubi Kopf. Und alles fing mit der Gründung des ersten Kabaretts am 18.Januar 1901 in Berlin an.
Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und Jürgen Streck zeichnen den Zuschauern ein lebendiges und authentisches Bild davon ab was damals dem Publikum geboten wurde.


"„Wie schon wieder Weihnachten?“

Ulrike Neradt setzt in ihren weihnachtlichen Programmen nicht nur auf alte Traditionen. Sie erzählt zwar sehr gern wie es früher war und nimmt auch in ihr Programm auf. Lustig gehts zu, aber auch sentimentale Augenblicke prägen diese Darbietung. Mit Jürgen Streck und Klaus Brantzen zusammen hat sie außer ihren Soloprogrammen auch freche Weihnachtsgeschichten und Lieder für das Publikum parat. Im Winter 2022 wird das neue Programm zunächst im Theater im Pariser Hof in Wiesbaden zu sehen sein (Termine)


Eppelstrenser

Hier der Sketch: Die Guggucksuhr mit Walter Renneisen, Alfons Nowacki und Ulrike Neradt

Die Guggucksuhr

Mein Chansonabend mit Liedern von Marlene Dietrich und Claire Waldoff wurde Anfang Oktober im Unterhaus Mainz gespielt. Hier 2 Beispiele mal zum Anschauen: Hannelore und Auf der Mundharmonika.
Und die letzten Kritiken.

Hannelore

Auf der Mundharmonika