Kreativ-Ideen 


18. Mai 2018
"Spötterdämmerung"
Eine Friedrich Hollaender Chanson-Revue
Stadttheater Rüsselsheim


Und hier die Kritik vom 18.Mai in Rüsselsheim

Main –Spitze

Rüsselsheim 22.05.2018
„Spötterdämmerung“ feiert Liedermacher Friedrich Hollaender Von Gregor Ries RÜSSELSHEIM - Mit dem Programm „Spötterdämmerung“ erinnerten Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und Jürgen Streck an den Komponisten Friedrich Hollaender. Ihr schwungvolles Programm aus Chansons, Zitaten und Zwiegesprächen bewies auf der fast ausverkauften Hinterbühne des Stadttheaters, wie viele Klassiker der vor den Nazis nach Amerika geflohene Songschöpfer in Verlauf seiner Karriere verfasste. Ebenfalls kamen weniger bekannte Titel aus diversen Revuen und Musikfilmen zu Gehör.

Für Neradt war es von Vorteil, dass Hollaender immer wieder für begabte Chanteusen wie seine Muse und frühere Ehefrau Blandine Ebinger, Claire Waldorf oder auch Marlene Dietrich schrieb. In wechselnden, schwarz oder rot gehaltenen Roben interpretierte die Sängerin kokett und herausfordernd die oft mit satirischen Texten angelegten Nummern.

Ebenso glänzte Schauspieler, Sänger und Multiinstrumentalist Klaus Brantzen mit bissigen Liedern wie „Kleider machen Leute“, wenn er nicht gerade Neradt auf dem Cello, der singenden Säge, der Flöte oder gar aneinandergeschlagenen Löffeln begleitete. Pianist Jürgen Streck übernahm gelegentlich die Moderation und leitete mit Sombrero als Baron Münchhausen das Stück „Lüge, Lüge“ ein.

Angelegt wurde die literarische Revue als lange Rückblende auf Hollaenders wechselhafte Laufbahn. Mit Clownsnase und riesigem Schlapphut schlüpfte Brantzen zu Beginn in die Rolle des Komponisten, der sich Mitte der Sechziger über den Zeitenwandel beschwerte. An diesem Punkt waren geistreich-politische Revuen längst weniger angesagt.

Trio präsentiert Evergreens aus den Zwanzigern

In den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts reüssierte der in London geborene Liedpoet Hollaender in Max Reinhards Kabarettbühne. Das Trio ließ daher auch die unvergesslichen Evergreens aus dieser Phase wie „Mit der Hand übern Alexanderplatz“, „Wenn ick mal tot bin“ oder „Johnny, wenn Du Geburtstag hast“ für das Publikum im Rüsselsheimer Stadttheater aufleben.

Für Marlene Dietrich entwickelte Hollaender das Liedrepertoire ihres Durchbruchs „Der blaue Engel“, das in Rüsselsheim als Medley erklang. Als die Diva den Refrain von „Johnny“ übernahm, bedeutete dies gleichsam Hollaenders Hollywood-Durchbruch. Neradt recherchierte über das Zerwürfnis der beiden, dass Marlene Dietrich nicht daran dachte, für die Titel auch noch zu bezahlen.

Wie manche Exilanten konnte Hollaender trotz Kassenhits wie „Das Spukschloss im Spessart“ (1960) oder humorvolle Revuen wie „Es ist angerichtet“ (1958) später nicht mehr an seine Anerkennung aus der Weimarer Ära anknüpfen. Mit wechselnden Verkleidungen, etwa zum Antikriegs-Song „Der Trommler“, führten Neradt, Brantzen und Streck amüsant und nachdenklich durch sein geistreiches Repertoire.








Kritik vom Kleinen Prinzen am 22.9.2017 in Eltville


Das Eltviller Puppentheater zeigt „Der kleine Prinz“ in der Kurfürstlichen Burg in Eltville. Foto: DigiAtel/Heibel
Von Christine Dressler
ELTVILLE - Stärker kann eine Aufführung nicht begeistern: Die Zuschauer lauschen aufmerksam, fiebern mit, schwärmen schon in der Pause von den Details und klatschen am Ende um die Wette. Dass die Premiere im ausverkauften Gewölbekeller der Kurfürstlichen Burg so erfolgreich ist, liegt an einer einzigartigen Kombination: Das Eltviller Puppentheater „Pepinello“ inszeniert mit der Martinsthaler Künstlerin Ulrike Neradt Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ in der selbst überarbeiteten Bühnenfassung. Sie ist auf zweimal 40 Minuten komprimiert und der Erzähler-Part des Piloten auf Mundart umgeschrieben. Dafür hatte Neradt gesorgt. Sie erzählt, von Ulrike Bachmann als Pilot eingekleidet, vor der Bühne, während Bachmann die Pilotenpuppe im Theater spielt und perfekt auf Rheingauerisch spricht.
„Das macht sie richtig gut“, staunt Neradt. Sie hatte Bachmann den Text zwar phonetisch aufgeschrieben und mit ihr geübt, aber nie erwartet, dass die Puppenspielerin in so kurzer Zeit die Mundart derart intensiv verinnerlichen würde. Denn die Idee zur Zusammenarbeit entstand spontan erst im Dezember. Wie Ulrike und Ulrich Bachmann, Sigrun und Rolf Lang einen Robert-Gernhardt-Abend für Erwachsene im Puppentheater boten, bezauberte Neradt so, dass sie „einmal mitmachen wollte“. Sofort einig, dass sie den „Kleinen Prinzen“ spielen, machten sich alle ans Werk. Vor nur zehn gemeinsamen Proben mit Ratte, Fuchs und Säufer aus dem Bestand baute Ulrike Bachmann die restlichen Figuren, vom Prinzen bis zum Laternenanzünder. Während Neradt übersetzte, baute die Truppe die diesmal sogar dreidimensionalen Kulissen etwa auch den Planeten des Prinzen mit den drei Vulkanen. Dank der neuen Technik, die das Theater bekam, ersetzten zur Premiere erstmals Musikeinspielungen die Mundharmonika.
Für die Umsetzung der weltberühmten Geschichte vom kleinen Prinzen ernten die Akteure viel Lob. „Ich bin froh, dass ich wieder im Rheingau gelandet bin“, erklärt „Pilot“ Neradt. Sie kommt durch dessen Kindheitszeichnungen mit Kindern direkt ins Gespräch und erzählt vom Pilotenberuf und dem Motorschaden in der Wüste. Die Reparatur „war en Sach auf Leben und Tod“ und „ich so allein“, sagt Neradt. Parallel beginnt das Puppenspiel, indem das Flugzeug im Theater landet und der Prinz den Puppenpiloten bittet, ihm ein Schaf zu zeichnen, und ihn mit Fragen löchert. „Du kemmst von an aner Planete?“, fragt umgekehrt der Puppenpilot. Im fließenden Wechsel führen Neradt und die „Pepinellos“ die Zuschauer im vollen Haus von Planet zu Planet.




Rezension zu meinem Buch
„Wie en Spatz in de Kniddele“
Heitere Geschichten in Mundart
in der Frankfurter Allgemeine Zeitung –
Vom 06.08.2004

"Ich bin en Wirtschaftswunnerkind! Un meiner Zeit stets wohlgesinnt!" Ulrike Neradt verkörpert wie keine zweite die positiven Seiten des Rheingaus: Weltoffen und herzlich ist die vielseitig begabte Künstlerin. Und nicht nur weil sie bis heute die letzte Rheingauer Weinkönigin ist, die auch die Deutsche Weinkrone erringen konnte, ist sie eine allseits beliebte Vorzeigefrau der Region. Trotz ihrer heutigen Erfolge als Chansonette, Entertainerin und Moderatorin ist sie ein bodenständiges Kind des Rheingaus geblieben. Sie weiß, was sie ihrer Heimat verdankt, und gibt ihr das Mögliche zurück.

Neradt hat ihre Wurzeln nicht vergessen, sondern pflegt sie - unter anderem durch ihr Engagement für die Mundart. Sie gehörte deshalb auch zu den Gründerinnen des Rheingauer Mundartvereins. "Wie en Spatz in de Kniddele" ist ihr erstes Buch, und bei der Präsentation war sie offenkundig so aufgeregt wie vor ihrem ersten Fernsehauftritt. Der Titel darf nicht falsch verstanden werden: Neradt hat keine Autobiographie in Mundart vorgelegt, sondern 20 Episoden und Gedichte, die ein Schlaglicht auf eine glückliche, rückblickend zweifellos auch verklärte Kindheit in einem kleinen Weindorf werfen.

Humorvoll, schalkhaft und mit einer Portion Ironie erzählt Neradt von der anstrengenden Arbeit im Weinberg, den ersten Zungenküssen, der legendären "1937er Trockebeerenausles", dem "Blutworscht-Trauma" oder dem "Besuch vom „Nikeloos" in "de fuffzicher Jahrn". Ihre heiteren Geschichten sind in Mundart verfaßt, was den Leserkreis naturgemäß einschränken wird. Doch das ficht die Autorin nicht an: "Die Mundart geheert zu unserem Lebe, grad wie in den Wingert die Rheingauer Rebe", schreibt sie überzeugt und sagt es den möglicherweise verdutzten Rheingau-Besuchern unmißverständlich: "Hier im Rheingau, wo ihr unser Gast, do babbele mir, wie uns de Schnabbel baßt."
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schon gewußt????
Sie können sich auch meine Homepage bequem und vor allem kostenlos als App auf Ihr Smartphone oder Ipad downloaden

https://itunes.apple.com/de/app/ulrikeneradt/id823783027?mt=8
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Bis bald
Herzlichst Ulrike Neradt

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Hier das Feedback meiner ersten Lesung mit Geschichten aus meinem neuen Buch "Gezwitschert, gegackert.... un druff gepiffe" in Wiesbaden in der VHS mit der Wiesbadener Kultband Best Age.
von Pilar May

Mundart Queen - Witzige Enthüllungen in Wiesbaden

Kritik aus der AZ Mainz vom 10.10.2015 über das Programm

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 Presse 

Ullis bunte Fotomania (PDF)
Vielfältige Werke zum Thema "In Vino Veritas" (PDF)
Ulrikes Weinglasmarkierer (PDF)